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Die Landgemeinde Uckerland ist eine amtsfreie Gemeinde und befindet sich im Norden des Landkreises Uckermark in Brandenburg. Mit insgesamt knapp 2.580 Personen auf einer Fläche von rund 167 km2 handelt es sich um eine sehr dünn besiedelte Gemeinde. Charakteristisch ist die Lage an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern im Norden sowie die Nähe zu Polen im Osten. Die Landkreise Uckermark und Vorpommern-Greifswald sind hier eng verzahnt, auch aufgrund wechselnder Zugehörigkeit der einzelnen Gemeinden in der Vergangenheit. Die Gemeinde Uckerland setzt sich aus insgesamt elf Ortsteilen zusammen und existiert in ihrer heutigen Form seit 2002, als die elf - bis dato selbstständigen - Gemeinden zusammengeschlossen wurden. 

Besonders bekannt ist das Dorf Wolfshagen in welchem es neben dem Lenné Park, die neogotische Kirche, die Königssäule oder auch das Erbbegräbnis zu entdecken gibt. In weiteren Orten gibt es viele Seen, urige Bäume, große, durch die Landwirtschaft bewirtschaftete Felder sowie alte Gutshäuser oder Gemäuer zu entdecken.

Die demografische Entwicklung ist eine Ursache für viele Herausforderungen, vor denen die Gemeinde Uckerland in den unterschiedlichen Handlungsfeldern steht. Die Analyse von Bevölkerungsentwicklung und -zusammensetzung bildet deshalb eine wesentliche Basis für weiterführende Betrachtungen. 

Die Bevölkerung in der Gemeinde Uckerland hatte in den vergangenen Jahren eine negative Entwicklung zu verzeichnen. Im Zeitraum zwischen 2011 und 2020 sank die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner um 314 Personen bzw. rund 11 % auf insgesamt rund 2.580 Personen. Die Entwicklung ist über den gesamten Betrachtungszeitraum hinweg negativ, was auf den durchweg negativen Geburtensaldo sowie den in der Mehrheit der Jahre ebenfalls negativen Wanderungssaldo zurückzuführen ist. 

Auch zukünftig wird die Bevölkerung Uckerlands - Schätzungen des Landesamtes für Bauen und Verkehr Brandenburg zufolge - weiter zurückgehen. So ist bis 2030 noch einmal ein Rückgang um rund 7 % prognostiziert. 

Die Kinderbetreuungssituation in der Gemeinde Uckerland ist grundsätzlich gut aufgestellt. Drei kommunale Kitas bieten ein umfassendes Angebot aus Krippen- und Kitaplätzen für Ein- bis Dreijährige bzw. Drei- bis Sechsjä̈hrige sowie ein Hortangebot für Kinder ab Grundschulalter. Die Kitas sind gut ausgestattet und auch Erzieherinnen und Erzieher sind in ausreichender Zahl vorhanden. Die gute quantitative und qualitative Verfügbarkeit von Kitaplätzen kann also als Stärke der Gemeinde Uckerland betrachtet werden. Die schulische Versorgung in der Gemeinde wird durch eine Grundschule übernommen. Trotz begrenzter finanzieller Mittel investiert Uckerland beispielsweise in die digitale Ausstattung und die energetische Sanierung in die Schule und bemüht sich somit aktiv um deren Qualität. 

Die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien spielt in der Gemeinde Uckerland eine zentrale Rolle. Insgesamt sind rund 9 % der Gemeindefläche als Windeignungsgebiete ausgewiesen. Mehr als 100 Windräder sind dort bereits in Betrieb, weitere befinden sich im Bau oder in Planung. Darüber hinaus tragen zahlreiche Fotovoltaikanlagen sowie einige Biogasanlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme bei. Die Menge an Strom, die auf diese Weise in Uckerland produziert wird, reicht aus, um eine Stadt mit 120.000 Einwohnern ein Jahr lang zu versorgen. Die Gemeinde nimmt somit eine überregionale Vorbildfunktion hinsichtlich Klimaschutz und der Einsparung von CO2 ein. Allerdings bringt diese Vorreiterrolle auch Herausforderungen mit sich. Obwohl die Energieerzeugung in unmittelbarer Nähe stattfindet, profitiert die Bevölkerung Uckerlands selbst nicht davon. Sie trägt die Auswirkungen wie landschaftliche Veränderungen und eventuelle Beeinträchtigungen durch Lärm oder Schattenwurf, die Ausgleichszahlungen fließen aber an der Bevölkerung vorbei in einen Naturschutzfond in Potsdam. Hinzu kommt, dass die Strompreise in Uckerland zu den höchsten Deutschlands zählen. Die Einwohnerinnen und Einwohner stehen dem Betrieb bzw. Ausbau von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien deshalb teils skeptisch gegenüber. Die diesbezügliche Schaffung von Akzeptanz ist entsprechend eine der zentralen Aufgaben in der Gemeinde. 

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