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Zukunftswerkstatt Kommunen – attraktiv im Wandel (ZWK)

Bis Ende 2024 sollen in der „Zukunftswerkstatt Kommunen – attraktiv im Wandel“ (ZWK) 40 Kommunen (Quartiere in Großstädten, Städte, Gemeinden, Landkreise) bei der Gestaltung des demografischen Wandels vor Ort durch externe Beratung begleitet und unterstützt werden. Konkrete Projekte sollen dabei angestoßen, bereits vorhandene Initiativen einbezogen und sinnvoll, effektiv und langfristig miteinander vernetzt werden.

Die ZWK ist Bestandteil des gesamtdeutschen Fördersystems für strukturschwache Regionen, das im Rahmen der Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ entwickelt wurde. Ziel des neuen Modellprojektes ist es, kommunale Verwaltungen auf dem Weg zur „demografiefesten“ Kommune zu begleiten. Das Auswahlverfahren der ZWK-Modellkommunen ist abgeschlossen. Der Werkzeugkoffer zur Entwicklung eigener Demografiestrategie steht allen interessierten Kommunen offen.

Wesentliche Elemente und Merkmale des Modellprojekts sind: 

  1. externe Beratung für die Kommunen, 
  2. die fünfstufige Projektsystematik (bestehend aus Kick-Off, Kommunalprofil, Zukunftswerkstatt, Werkstattplan und Zwischenbilanz), die im Modellprojekt „Demografiewerkstatt Kommunen“ entwickelt worden war  
  3. individuelle Themenfreiheit der Kommunen im Rahmen der Projektziele.

Wichtig ist dabei, die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort sicherzustellen und die Teilhabe aller Altersgruppen in einer alternden Gesellschaft zu stärken sowie die Identität in der Kommune weiterzuentwickeln und digitale Konzepte und lessons learned aus der Corona-Pandemie zu berücksichtigen. 

Hintergrund

Der demografische Wandel ist einer der bedeutendsten Megatrends der heutigen Zeit und deshalb eine zentrale politische Gestaltungsaufgabe für jede Kommune, um nachhaltig attraktiv zu bleiben. Auch auf kommunaler Ebene hat er Auswirkungen auf nahezu alle Politikbereiche.

Demografischer Wandel umfasst mehr Dimensionen als die in der Öffentlichkeit meist diskutierten Aspekte der Alterung und der Bevölkerungsabnahme. Zum demografischen Wandel gehört auch die Heterogenisierung der Gesellschaft durch Migration. Zuwanderung wird den langfristigen Rückgang der Bevölkerungsgröße nicht aufhalten, aber sie kann ihn verlangsamen und birgt Potenzial etwa im Hinblick auf den Arbeitsmarkt.

Auf all diese Veränderungsprozesse müssen Kommunen reagieren. Um als Wohn- und Wirtschaftsstandort für Unternehmen und für alle Generationen in allen Lebensphasen attraktiv zu bleiben beziehungsweise attraktiver zu werden, sind individuelle innovative Lösungen vor Ort gefragt. 

Ohne Frage spielen die regionale Wirtschaftsstruktur, der Arbeitsmarkt und die Lohn- und Verdienststruktur weiterhin eine wichtige Rolle für die Attraktivität von Regionen. Klassische, allein arbeitsmarktorientierte Regionalpolitik greift allerdings auch angesichts der Alterung und der Vielfalt der Gesellschaft deutlich zu kurz. Dagegen rücken die Erreichbarkeit und Qualität von Angeboten der Daseinsvorsorge, der gesellschaftliche Zusammenhalt, die Zukunftschancen vor Ort für Jugendliche und junge Familien und die Integration von Zugewanderten in den Blick. Sie werden zu den neuen harten Standortfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung strukturschwacher Regionen.

Links des Bundes zum Thema Demografie