Zum Hauptinhalt springen

Schüler*innen-Workshop in Oberaußem: Bergheims Zukunft – schön gerappt

Für die Klassen 5a und 6a der Albert-Einstein-Realschule in der ZWK-Kommune Bergheim standen am 25. und 26. April 2024 zwei ganz besondere Tage an: Ein Rap-Workshop mit Daniel Schneider, dem Leiter der Rapschool-NRW. Möglich gemacht hatte dieses besondere Demografie-Projekt die Abteilung „Nachhaltige Sozialplanung“ der Kreisstadt Bergheim in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek und mit Unterstützung der „Zukunftswerkstatt Kommunen“ (ZWK).

Schüler*innen-Workshop in Oberaußem: Bergheims Zukunft – schön gerappt

Rap-Workshop an der der Albert-Einstein-Realschule in Bergheim | © Kreisstadt Bergheim

Entsprechend anspruchsvoll war das Thema: Der demografische Wandel macht auch vor Bergheim nicht halt – die Stadt wird älter und kulturell vielfältiger. Trotzdem soll Bergheim auch in Zukunft ein attraktiver Wohnort bleiben, an dem sich jeder Mensch willkommen fühlt und seine Potenziale entfalten kann, unabhängig von Alter, Herkunft und anstehendem Strukturwandel. Große Herausforderungen brauchen besondere Lösungen – stadtplanerische Konzepte, die Bergheim zur Heimat ganz unterschiedlicher Menschen machen und ein gutes Miteinander ermöglichen

Große Musikboxen, Mischpult und Mikrofon verwandelten die Klassenzimmer in ein mobiles Tonstudio. Nach einem Ausflug in die Geschichte des Raps und Hip-Hops ging es ans Texten – jede Schülerin und jeder Schüler steuerte eine Strophe zum „Bergheim-Rap“ bei. Eingegroovt hatten sich die rund 50 Schülerinnen und Schüler bereits bei einem Ideenworkshop im November in der Stadtbibliothek Bergheim, bei dem sie festhalten konnten, was ihnen wichtig ist: Freundschaft und Respekt, ein friedliches Zusammenleben ohne Gewalt und Mobbing, eine gesunde Umwelt und bezahlbare Preise standen auf der Wunschliste für eine gute Zukunft.

Bergheim hat Zukunft

„Im Kern sollen eure Ideen in dem Song sein“, so Daniel Schneider. Die 6a war sich schnell einig: „Bergheim ist die coolste Stadt, weil sie ganz viel Zukunft hat.“ „Wir sind Bergheim, das sind wir, bleiben alle für immer hier“, dichtete die Schülerin Meryem und erfreute damit besonders das Herz von Projektleiterin Isabel Dappert Winter. „Kinder sind die Zukunft einer Gesellschaft und sollten die gleichen Chancen haben, egal woher sie kommen“, so die Sozialpädagogin. Wer heute Kinder und Jugendliche heute erreichen wolle, müsse sich auch an ihren Interessen orientieren – und dazu gehöre in hohem Maße die Musik als Seelenspiegel, Sprachrohr, multikulturelles Medium und Weltsprache. Schulen und Kindergärten in Bergheim leisteten bereits viel für eine erfolgreiche Integration, doch zu volle Klassen, Lehrer*innenmangel und nicht zuletzt die Corona-Pandemie hätten die Chancenungleichheit weiter verstärkt.

In der 5a zum Beispiel, die am Freitag an der Reihe war, sind vier Mitschülerinnen und Mitschüler aus der Ukraine und Usbekistan, die noch wenig Deutsch sprechen. Doch auch sie machten sich – zunächst auf Englisch und Russisch – erfolgreich einen Reim auf Bergheim und sangen mit viel Spaß den Song ein. „Wir lachen zusammen, aber niemanden aus“, ist eine Regel des Workshops, an dessen Ende nicht nur ein gemeinsames Lied steht, sondern auch Erkenntnisse für das Leben: „Jeder von uns kann etwas – und keine Party ohne Mädchen!“ Live aufgeführt wird der Bergheim-Rap bei Bergheim-Aktiv am 30. Juni 2024 um 14:30 Uhr auf der Bühne am Hubert-Rheinfeld-Platz.