Zum Hauptinhalt springen

Zukunftswerkstatt in Geestland nimmt Fahrt auf

Eine Tiny-House-Siedlung errichten, die Nahversorgung in den Ortschaften verbessern, junge und alte Generationen zusammenbringen, die Menschen zum Bleiben motivieren: An Ideen und Visionen mangelte es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Kick-Off-Veranstaltung zum Projekt „Zukunftswerkstatt Kommunen“ (ZWK) nicht. Ganz im Gegenteil. Es herrschte regelrechte Aufbruchsstimmung in der Alten Scheune in Neuenwalde. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern will die Stadt Geestland den demografischen Wandel vor Ort gestalten und innovative Lösungen entwickeln, um für alle Generationen in allen Lebensphasen attraktiv zu bleiben. Insgesamt 40 Kommunen aus ganz Deutschland wurden für das Projekt ausgewählt, darunter auch Geestland.

Die ausgedruckte PPT des Kickoffs im Vordergrund; Teilnehmende im Hintergrund

© Geestland

Die ausgewählten Kommunen bekommen jeweils bis zu 40.000 Euro Förderung pro Jahr. Dieses Geld ist unter anderem für externe Beratung und Öffentlichkeitsarbeit gedacht, aber auch für die  konkrete Umsetzung erster Projekte und wissenschaftliche Bewertung. Die ZWK wird vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. umgesetzt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

An der Auftaktveranstaltung in Neuenwalde beteiligten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Vereinen. Per Videokonferenz zugeschaltet waren Andreas Kirner vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Berlin und Julian-André Koch von der ZWK-Geschäftsstelle in Bielefeld. Bürgermeister Thorsten Krüger umriss in seiner Begrüßung die bisherige Bevölkerungsentwicklung in Geestland und kam dabei zu einem positiven Fazit: „Ja, auch Geestland ist vom demografischen Wandel betroffen. Unsere Gesellschaft wird älter. Doch gleichzeitig ist die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in unseren Kitas so hoch wie nie, um nur ein Beispiel zu nennen. Wir verzeichnen aktuell mehr Zuzüge als Wegzüge. Wir sind eine attraktive Stadt und darauf können wir stolz sein.“ Eine Analyse, die auch Referatsleiter Andreas Kirner teilte: „Geestland ist eine junge und dynamische Stadt mit einer ausgeprägten Vereinsstruktur und einem starken Wir-Gefühl. Eine Kommune, die – vor allem in puncto Nachhaltigkeit – extrem breit aufgestellt ist.“ Beste Bedingungen also, um den demografischen Wandel zu gestalten. „Menschen bleiben dort und ziehen dorthin, wo sie gerne leben und wo sie Arbeit finden“, weiß Kirner. Die Frage, ob Bürger ihre Stadt als attraktiv bewerten, hänge jedoch nicht nur mit Arbeit und Karriere zusammen, sondern eben auch mit sozialer und kultureller Infrastruktur und den Angeboten der Daseinsvorsorge für alle Generationen.

Aus diesem Grund müssten Regionen Ideen entwickeln, wie sie ihre Attraktivität steigern können, und gemeinsam mit den Menschen vor Ort eine Identität entwickeln. „Das Branding, also die Herausarbeitung einer Marke, ist hier ganz zentral“, sagte Kirner. Genau diesen Ansatz verfolgt auch die Stadt Geestland. In einem ersten Schritt steht nun die Bestandsaufnahme im Vordergrund: Wie ist Geestland aufgestellt? Wo liegen die Stärken und wo die Schwächen? Dann geht es darum, eine gemeinsame Identität zu formulieren: Was macht die Stadt Geestland besonders und hebt sie von anderen Kommunen ab? 

„Bei dem Modellprojekt wollen wir vorhandene Initiativen in Geestland miteinander vernetzen, um am Ende eine eigene Demografie-Strategie zu entwickeln“, erklärten Sonja Thomas und Sabine Wohlers, die das Projekt bei der Stadtverwaltung begleiten. „Diese Strategie soll uns dabei helfen, Faktoren zu identifizieren, die Menschen an unsere Stadt binden. Außerdem wollen wir unsere kommunale Identität stärken – immer mit dem Ziel vor Augen, gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu schaffen.“ 

Mit dem Verlauf der Auftaktveranstaltung zeigten sich Sonja Thomas und Sabine Wohlers sehr zufrieden: „Wir haben gute Ideen herausgearbeitet und eine erste Vorstellung davon entwickelt, wie wir Geestland so gestalten können, dass wir attraktiv im Wandel bleiben. Ein großes Dankeschön an alle, die mitgemacht haben!“

Für Fragen rund um die Zukunftswerkstatt in Geestland steht Sonja Thomas telefonisch unter 04743 937-1523 oder per EMail
an sonja.thomas@geestland.eu zur Verfügung.